Rosa von Praunheim Kunstwerke

Über Rosa von Praunheim: Biografie, Werke und Ausstellungen

Von Praunheim malte seit seiner frühen Jugend. Seit den 2010er Jahren konzentrierte er sich vor allem auf Zeichnungen und Gemälde im Pop-Art-Stil, mit Ausstellungen in Galerien und Museen, beispielsweise im Berliner Haus am Lützowplatz (2012/2013), im Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath (2014), der Galerie Raab (2016) und als Teilnehmer an den Gruppenausstellungen Voice = Survival – A visual AIDS exhibition (2017) in der Galerie The 8th Floor in New York und United by AIDS – An exhibition about loss, memory, activism, and art in response to HIV/AIDS (2019) im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich.

Er kuratierte Ausstellungen und Programme an der Academy of Arts, der New York School of Visual Arts und dem Lincoln Center for the Performing Arts, ebenfalls in New York City.

Als Filmemacher erlangte er mit seinem 1971 uraufgeführten Film „Nicht die Homosexuellen sind pervers, sondern die Situation, in der sie leben“ deutschlandweite Bekanntheit. Der selbstkritische Film war entscheidend für die Gründung der neuen deutschen Schwulenbewegung; nach der Aufführung des Films in deutschen Städten und Gemeinden entstanden über 50 politische Schwulengruppen. Von Praunheim setzte sich sehr lautstark dafür ein, die Menschen über die Gefahren von AIDS und die Notwendigkeit von Safer Sex aufzuklären.

Von 2009 bis 2018 war von Praunheim Mitglied der Akademie der Künste, Sektion Film und Medienkunst, deren Direktor er von 2015 bis 2018 war.

Er war außerdem Mitglied der Deutschen Filmakademie und der Europäischen Filmakademie.

Aktuelle Ausstellungen von Rosa von Praunheim

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Ausstellungshistorie von Rosa von Praunheim

1967Erstes Buch und auch erster Kurzfilm Von Rosa von Praunheim
1968Bekam er für den Kurzfilm Rosa Arbeiter auf goldener Straße Preise
1970Drei größere Filme, darunter Die Bettwurst, Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt. Durch den Skandal, den dieser Film auslöste, wurde er berühmt und berüchtigt
1992Verfilmung des Lebens des Transvestiten Charlotte von Mahlsdorf Ich bin meine eigene Frau
1998Can I Be Your Bratwurst, Please? mit Jeff Stryker, den er in Hollywood drehte und der bis jetzt auf über 100 internationalen Festivals lief
1999Film Wunderbares Wrodow, er bekam den Robert Geisendörfer Medienpreis
2000Drehte er für ZDF und ARTE die lange Dokumentation Für mich gab es nur noch Fassbinder – die glücklichen Opfer des Rainer Werner F.
2002Offenbarte ihm seine damals 94-jährigen Mutter, dass Rosa nicht ihr Sohn sei. Sie hatte ihn in Riga während der deutschen Besatzung in einem Kinderheim gefunden
2002Wurde bei den Berliner Filmfestspielen im Panorama meine Doku Tunten lügen nicht mit den Berliner Tunten Ovo Maltine, Tima der Göttlichen, Bev Stroganoff und Ichgola Androgyn uraufgeführt
2002Kühe vom Nebel geschwängert wurde auf den Filmfestspielen in Venedig gezeigt
2005Drei Kurzfilme über schwule Zeitzeugen der Nazizeit: Umsonst gelebt – Walter Schwarze, Liebe und Leid Albrecht Becker, Schwein gehabt – Joe Luga
2005Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main ehrte von Praunheim mit einer Ausstellung
2007Doku über Rosas leibliche Mutter und dass er 1942 im Zentralgefängnis in Riga zur Welt gekommen war: Meine Mütter
2007Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt - Buch zum Film
2008Beendete ich den Film Tote Schwule – lebende Lesben In Hof zeigte er den Kurzfilm Rosa Riese, das Festival verlieh ihm den Filmpreis der Stadt Hof
2009Drehte er den Film Rosas Höllenfahrt
2009Eine Retrospektive in New York entfachte seine Liebe zu der Metropole neu, er drehte die Dokumentation New York Memories, die Fortsetzung seine Kinoerfolges Überleben in New York
2010Konzentriert sich von Praunheim vor allem auf poppige Malereien im Comic-Stil
2011Hatte sein Film Die Jungs vom Bahnhof Zoo auf der Berlinale Premiere
2012Grimme-Preis für den Dokumentarfilm Die Jungs vom Bahnhof Zoo
2012Der Film Arbeiter auf goldener Straße war Impulsgeber für eine Ausstellung in der Akademie der bildenden Künste Wien
2012Öffentliche Danksagung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit zum 70. Geburtstag von Rosa von Praunheim, auch drehten die Regisseure Tom Tykwer, Chris Kraus, Robert Thalheim, Axel Ranisch und Julia von Heinz den Dokumentarfilm Rosakinder, in dem sie ihre Beziehung zu ihrem „Filmvater“ und Mentor von Praunheim aufarbeiten
2014Dreh von Praunheim Memoires
2015Rosa bekommt das Bundesverdienstkreuz verliehen
2015Auszüge aus von Praunheims Werk waren Teil der Homosexualität_en-Ausstellung im Deutsches Historischen Museum, Berlin
2017Dreh von Überleben in Neukölln
2018Die Berliner Akademie der Künste ehrte ihn mit der dreimonatigen Ausstellung Abfallprodukte der Liebe, eine Hommage der Akademie, anschließend wurden die Werke in Amsterdam ausgestellt
2020Der Berliner Kurier wählte von Praunheim unter die 10 wichtigsten Berliner des letzten Jahrzehnts
2021Abel Ferrara, der Student bei von Praunheim am San Francisco Art Institute war, bezog sich im Rahmen seiner Meisterklasse bei den Hofer Filmtagen auf von Praunheim als prägenden künstlerischen Einfluss
2021Ausstellung in der Berliner Galerie Mond Ich bin ein Gedicht

Gruppenausstellung von Rosa von Praunheim

Zuletzt aktualisiert am 5. April 2023. Bitte beachten Sie, dass Informationen ohne Vorankündigung geändert werden können. Für die aktuellsten Informationen schauen Sie bitte regelmäßig vorbei oder kontaktieren Sie uns direkt.