In Anwesenheit der Künstlerin eröffnen wir die Ausstellung
Ameret
TRACES
Vernissage
Freitag, 16. Juni 2023, 18:00 – 20:00
Ausstellung
17. Juni – 15. Juli 2023
Menschen als Individuen und in ihrem Umfeld: Die Berliner Künstlerin Ameret zeichnet in Kunst-Performances ‚geschenkte‘ Schatten von verweilenden Passanten auf Fahnentücher. Dabei werden die Teilnehmer zu Koproduzenten und die Begegnung zur künstlerischen Interaktion.
Das flüchtige Phänomen des Schattens wird authentisch auf großformatige Fahnen fixiert und dann, gleichsam als Spur der menschlichen Existenz, in neuer Umgebung installiert, mit dem Umfeld konfrontiert oder eingebettet. Aus diesem unerschöpflichen Formenrepertoire an Körperhaltungen entwickelt Ameret ihre Bilder auf der Suche nach einer Ordnung im Kontext der zunehmenden Unsicherheit. Ist eine allgemeingültige Ordnung obsolet geworden?
Die ‚geschenkten‘ Schattenfiguren bilden ein wachsendes (digitales) Archiv und liefern der Künstlerin das Formenrepertoire. Serielle Menschenzeichen als Menschenketten, als ‚stencils und cut outs‘ oder einzelne Figuren finden sich in ihren Bildern und Objekten wieder und werden in Beziehung gesetzt.
Mit einer unkonventionellen Bildsprache gelingt es ihr, mit Paradoxien der Wahrnehmung assoziativ zu ‚spielen‘, die Schattenmotive skriptural zu überlagern oder zu ‚Menschengef(l)echten‘ zu verdichten.
Bereits 2005 schrieb Dr. Peter Funken über die Arbeit von Ameret:
„Es geht in ihrem Werk um Fragen der menschlichen Existenz als universelle und immer zu verteidigende Tatsache, und um das Thema des Menschseins unter den Bedingungen einer sich rapide verändernden Gesellschaft – mit all ihren Potentialen, Konflikten und Chancen. In diesem Spannungsfeld sollte man die Arbeiten der Künstlerin wahrnehmen, denn Amerets Kunst handelt von der Wirklichkeit des Menschen, von seiner Gegenwart und seiner Zukunft. … Das Ergebnis von Amerets Arbeit ist eine facettenreiche und immer wieder überraschende Kunst, die an den Grenzen und Rändern von Malerei, Skulptur und Installation operiert und dabei neue Möglichkeiten und Potentiale untersucht. Typisch für Amerets Kunst ist eine grundsätzlich positive
Sichtweise auf die menschliche Existenz. …“
- Gottschalk/ J. Habeck, Köln/Berlin 2023
TRACES – Ameret - auf Englisch
Humans as individuals and in their environment: in art performances, the Berlin artist Ameret draws ‚donated‘ shadows of lingering passers-by on unrolled flags. In the process, the participants become co-producers and the encounter becomes an artistic interaction.
The fleeting phenomenon of the shadow is authentically fixed on large-format flags and then, as it were as a trace of human existence, installed in new surroundings, confronted with or embedded in the environment. From this inexhaustible repertoire of forms of postures, Ameret develops her images in search of universal order in the context of the increasing insecurity that affects everyone.
Has this become obsolete?
The ‚donated‘ shadow figures form a growing (digital) archive and provide the artist with the repertoire of forms. Serial human characters as human chains, as ’stencils and cut outs‘ or individual figures are found in her paintings and objects and are set in relation to each other.
With an unconventional pictorial language, she succeeds in ‚playing‘ associatively with paradoxes of perception, scripturally superimposing the shadow motifs or condensing them into ‚Menschengef(l)echten‘.
Already in 2005, Dr. Peter Funken wrote about Ameret’s work:
„Her work is about questions of human existence as a universal and always defensible fact, and about the theme of being human under the conditions of a rapidly changing society – with all its potentials, conflicts and opportunities. It is in this field of tension that the artist’s works should be perceived, for Ameret’s art is about the reality of the human, about his present and his future. … The result of Ameret’s work is a multifaceted and always surprising art that operates on the borders and edges of painting, sculpture and installation, exploring new possibilities and potentials. Typical of Ameret’s art is a fundamentally positive view of human existence. …“
- Gottschalk/ J. Habek Cologne/Berlin 2023

